Ein Ausflug nach Glasgow

von florian am 17.01.2011

Als mein Bruder beschlossen hatte mich über Weihnachten und Neujahr in Dundee zu besuchen, war für ihn ein Reiseziel bereits fest eingeplant: Glasgow! Aber nicht nur weil diese Stadt die größte in Schottland ist oder weil das city centre zum shoppen einlädt, nein etwas anderes war der Hauptgrund der Reise.

Aber fangen wir von vorne an. Wir mussten am Vortag des 29.12.2010 unsere Wecker früh stellen, damit wir den frühzeitig und online gebuchten Zug von Dundee nach Glasgow erwischen konnten. Bereits um 9:52 Uhr lokaler Zeit machte sich unser Transportmittel der ScotRail Railways Ltd auf den Weg Richtung Südwesten. Keiner vermutete, dass der Zug um diese Zeit so voll werden würde und sich unsere reservierten Plätze derart lohnen werden. Nach etwa 1,5 Stunden Fahrt durch die eisige Landschaft Schottlands fuhr unser Zug um etwa 11:20 Uhr in der Glasgow Queen Street rail station ein.

Da wir nicht am selben Tag den Heimweg antreten wollten, hatten wir uns für diese Nacht ein Zimmer in einem Hostel(Jugendherberge) reserviert. Leider konnten wir dort nicht vor 15 Uhr einchecken und mussten erst einmal mit unserem Gepäck, welches aus zwei Rucksäcken bestand, umherziehen. Die Fußgängerzone befindet sich in der nähe des Bahnhofes, weshalb es uns zunächst dorthin verschlagen hat. Da wir allerdings nicht zum shoppen nach Glasgow gekommen sind, schauten wir uns die meisten Geschäfte nur von außen an. Nachdem wir den Standort des Hostels ausfindig gemacht hatten, war es schon beinahe Mittag und so langsam kam in der Magengegend ein Hungergefühl auf. Um dieses Gefühl loszuwerden, wählten wir ein edles Restaurant mit drei Buchstaben aus, dessen Logo einen älteren Mann mit Bart zeigt. Es handelte sich dabei um ein Restaurant der Fastfoodkette Kentucky Fried Chicken oder kurz KFC.

Nachdem wir uns mit Hilfe eines BigDaddy Menüs den Bauch vollgeschlagen hatten, durfte uns ein Laden doch noch von innen sehn. Es handelte sich dabei um einen Fanshop des Celtic Football Clubs, womit wir auf den Hauptgrund der Reise zu sprechen kommen. Wir hatten Karten für das Fußballspiel des Celtic FCs gegen Motherwell im Gepäck, welches noch an diesem Abend stattfinden sollte. Mein Bruder hatte den Wunsch ein Spiel von Celtic zu sehn, wenn er schon einmal in Schottland ist, und dieser Wunsch sollte ihm erfüllt werden. Auch nach dem Besuch des Fanshops wollte die Uhr auf dem Handy noch nicht die Zahl 15 gefolgt von einem Doppelpunkt und einer Doppelnull zeigen. Daher machten wir uns auf den Weg richtung Wasser und schauten uns ein paar der endlossen Brücken Glasgows an.

Damit war die sightseeing-tour beendet und bevor wir uns unser erstes Bier des Tages an der Bar des Hostels genehmigten, kauften wir in einem Poundmarkt noch 6 Dosen Cola für 2 Pfund ein, damit wir während der Nacht im Hostel nicht verdursten mussten. Die Hostel bar Osmosis ist einen Besuch auf alle Fälle wert, da sie ein nettes Ambiente sowie erschwingliche Preise bietet. Sie wird wohl nicht ohne Grund auch von Einheimischen Jugendlichen von Glasgow besucht. Nachdem unser erstes Bier getrunken war, konnten wir im Hostel einchecken und unser Zimmer begutachten. Das Zimmer war recht klein, jedoch gut beheizt und einigermaßen sauber. Für eine Nacht(oder für ein paar Stunden Schlaf) waren unsere Ansprüche nicht so hoch und wir waren zufrieden.

Mein Bruder tauschte sein Cap noch gegen eine grüne Häkelmütze und Celtic Schal, ehe wir uns auf den Weg zum Brazen Head gemacht haben. Dabei handelt es sich nicht um einen Pub, es handelt sich um den Fan Pub des Celtic FCs. Und schon wieder hatten wir ein komisches Gefühl im Magen, wobei es dieses mal eher ein mulmiges war, kurz bevor wir den Pub betreten hatten. Mein Bruder hatte mir viel über diesen mystischen Ort erzählt und nicht alles war positiv. Der Pub war gut gefüllt und das Ambiente sagenhaft, ein echter Fußball-pub eben. Für unser erstes Bier hatten wir uns zunächst an einen Platz zwischen Bar und Gang gesetzt, entschieden uns jedoch, nachdem der Pub voller wurde, den Einheimischen die Plätze zu lassen und suchten uns einen Stehplatz. Es stellte sich heraus, dass alle Menschen dort sehr freundlich und herzlich waren.

Ein paar Tennents später traf eine ganze Busladung Fans ein, die einen Zwischenstop im Brazen Head gemacht hatte, ehe sie sich auf den Weg zum Stadion begaben. Zwei Künstler spielten irische Livemusik und der Billardtische wurde mit Hilfe einer Holzplatte zu einem Tisch umgebaut, um Ablageplätze für die Gäste des nun gut gefüllten Pubs zu bieten. Die Kombination aus freundlicher Stimmung, tollem Ambiente, Livemusik und der nun vorhandene Alkoholpegel machten dieses Erlebnis einzigartig.

Um etwa 19:30 tranken wir unser letztes Bier, welches ein sehr gut schmeckendes Carling war, zuende. Wir machten uns gut angetrunken auf den Weg Richtung Stadion. Leider schien unser Orientierungssinn im nun dunkeln Glasgow nicht mehr richtig zu funktionieren, weshalb wir auf die Hilfe anderer Celtic Anhänger angewiesen waren. Glücklicherweise kann man diese gut an ihren grünen Mützen und Schalen erkennen. Gordon, der erzählte er wäre für die Instanthaltung von Busen in Glasgow zuständig, wies uns den Weg zum Stadion, welcher mit Sicherheit über eine Stunde dauerte. Umso näher wir dem Celtic Park kamen, umso grüßer wurde der Menschenstrom und umso mehr konnten wir uns sicher sein auf dem richtigen Weg zu sein.

Pünktlich zum Anpfiff hatten wir unsere Plätze gefunden und das Spiel konnte beginnen. Leider entäuschte die Partie ein wenig und unsere Plätze waren genau gegenüber der laut singenden Celtic Anhängerschaft. Das Stadion hingegen konnte überzeugen und manchmal schwappte die Stimmung bis zu uns hinüber. Ehrlich gesagt habe ich vom Spiel selbst gar nicht soviel mitbekommen und vielmehr die Stimmung genossen. Natürlich saßen genau neben uns zwei Deutsche, die sind ja schließlich überall.

Nach Abpfiff maschierte eine riesen Menschenmasse richtung Innenstadt und wir mussten diesem Strom nur folgen. Wir entschieden uns trotzdem den Weg zu nehmen von dem wir vermuteten gekommen zu sein, welcher uns aber ein paar Straßen weiter wieder zurück zum Strom führen sollte. Als wir Wasser sahen, wussten wir wo wir unser Hostel finden konnten. Mein Bruder tauschte sein Celticoutfit, ehe wir uns auf den Weg zum bekanntesten Studentenclub gemacht hatten. Unterwegs zur “Garage” stärkten wir uns noch mit einigen Cheeseburger vom goldenen M.

Nachdem wir nach Waffen durchsucht und nach unserer Staatsanhörigkeit gefragt wurden, währte man uns Einlass in das alte Gebäude. Da wir früh dran waren, mussten wir nicht einmal Eintritt bezahlen, jedoch war zu diesem Zeitpunkt auch noch sehr wenig los. Nach und nach füllte sich der riesige Saal, der zum größten Teil einfach nur aus einer großen Fläche bestand. Die Musik war ein wenig sonderhaft und konnte mich, wie der Club allgemein, nicht überzeugen.

Kaputt nach einem ganzen Tag Glasgow liefen wir noch einmal durch das dunkle und kalte Glasgow. Vor dem Club stand nun eine lange Schlange und dieses Bild fand sich auch bei anderen Clubs wieder. Wir waren froh zurück im Hostel zu sein um noch ein paar Stunden schlafen zu können, ehe unser Zug uns früh um 9:41 Uhr nach Dundee brachte.

Dieser Ausflug kann als Höhepunkt des Aufenthaltes meines Bruders gesehen werden und auch für mich war der Tag in Glasgow ein besonderes Erlebnis. Wir konnten beide nicht glauben, dass wir nach dem Pub noch auf ein Fußballspiel gehen, da der Abend bereits ohne es unglaublich war. Auch wenn das Spiel entäuschte war das Gesamtpaket im Celtic Park sein Geld wert und trug zu einem tollen Tag bei. Ich hoffe, dass wir so etwas mal wiederholen Bruderherz! ;)

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Gastreport: Schottland, Tage 2-7

von se am 31.12.2010

Tag 2

Dieser Tag bestand vor allem aus Schlafen, Essen und Fernsehen.

Tag 3

Leider fiel das Spiel zwischen Dundee United und Hamilton Academical aufgrund gefrorenen Rasens aus, weshalb wir uns dazu entschieden ins Kino zu gehen. Um das Pech zu vervollständigen war der 3D Projektor defekt. Somit sahen wir “Gullivers Travels” in 2D.

Tag 4

Am Abend stand ein Eishockeyspiel der Dundee Stars gegen die Edinburgh Capitals an. Zwar handelte es sich nur um den Christmas Cup, aufgrund der Nachbarschaft auf der Landkarte, sowie auf der Tabelle der höchsten britischen Liga, versprachen wir uns dennoch ein heißes Derby. Doch daraus wurde leider nichts. Das Spiel wirkte wie zum Posen inszeniert, schönspielerei wohin man blickte, und die Zuschauer sprangen auch noch darauf an und Klatschten artig Beifall zu jedem Sch****.  Neben einem kurzen Anfangslied einiger Sitztrommler verstummte das mit 2300 Sitzplätzen ausgestattete Stadion bis auf das soeben erwähnte Applaudieren. Nach jedem Tor, von denen es immerhin 13 auf der Heimseite zu verbuchen gab, folgte lediglich ein “*Bam bam bambambam, bambambambam* Goal!”. Den Gästen schien ihre Demontage scheinbar nichts auszumachen, null härte gab es im Spiel, und genauso wenig Fouls. Die Sponsoren der Penalty-boxen werden es ebenso mit bitterer Mine gesehen haben wie wir. Nach der Partie wurden dann sogar noch die “besten Spieler”, “Spieler mit den meisten Toren” und weiß Gott für was noch alles geehrt, auch die Verlierer. Mit modernem Gladiatorenkampf hatte das ganze wenig zu tun, das ganze Spektakel wirkte eher wie eine Friede, Freude, Eierkuchen Werbeveranstaltung.

Tag 5

Der fünfte Tag führte uns in die zwei großen Shoppingmalls Dundees, das Wellgate -und das Overgatecenter. Dort herrschte reger Andrang, massen von Menschen, wahre Menschenmassen quälten sich durch die engen Gänge, denn es herrschte Winterschlussverkauf. “Sale”-Schilder wohin man blickte, nur die Sale-t-shirts der Schaufensterpuppen konnte man leider nicht erwerben. Dafür ist das sonstige Kleidersortiment überwältigend, da würde man sich am liebsten alles eintüten. Im Sportsdirect, wo Rabatte bis 80% lockten, wurde ich dann auch fündig. Zwei Uhlsport Fußballtrikots zu je 3 statt 15 £, eine Fußballhose für 5 statt 15 £, sowie ein Pulli von Lonsdale für 10 statt 30 £ fanden ihren weg in meinen Kleiderschrank. Überzeugt hatten mich auch die Pfundläden, sowie in besonderem Maße das “Iceland”. Dieser Laden besitzt mit Sicherheit über 50 Eistruhen, wo es sämtliche Tiefkühlkost in allen erdenklichen Variationen für ebenfalls fast immer 1 £ gibt. Ein Paradies für alle Kochmuffel.

Tag 6 – Glasgow

Früh Morgens hieß es raus aus den Federn und auf zur Dundee Rail Station, den Zug nach Glasgow erwischen. Pünktlich gegen 11:2o Uhr kamen wir dann schließlich an der Rail Station an der Queenstreet, welche oberhalb Glasgows Fußgängerzone liegt an. Das Wetter war typisch Schottisch und auf der fahrt hatten wir viel Nebel gesehen, geregnet hatte es zu unserem Glück nicht. Da das Einchecken im EuroHostel, welches uns ein Bett für die Nacht spenden sollte erst ab 15 Uhr möglich war, hatten wir noch genügend Zeit um durch die breit angelegten Straßen zu schlendern, ehe wir uns auf den Weg zum Brazen Head, dem Celtic-Fan-Pub Nummer Eins, machen konnten.  Von Vorne sind die Häuser dabei echt schön rausgeputzt, bei genauerem hinsehen, vorallem auf die Rückseiten der hohen Gemäuer, bestätigten sich dann aber die zuvor gehörten Berichte, Glasgow sehe aus wie Dresden nach den Bombenangriffen im Februar 1945. Um drei Uhr p.m. checkten wir dann schließlich ein, das Zimmer war dabei klein aber einigermaßen Sauber. Das kleine Bad war nicht sauber. Aber für ein paar Stunden Schlaf war es dennoch geeignet. Nachdem ich es geschafft hatte die Verstopfung, welche ich nach meinen Geschäften verursacht hatte, die alten Rohre hinab zu befördern, und ich Cap gegen Celtic-häkel-mütze und Fanschal eintauschte zogen wir also los in Richtung Pub. Etwas mulmig war uns beim betreten dieses altehrwürdigen Celticschreins schon zu Mute, soviel gutes und schlechtes zu gleich, hatten wir von diesem Ort gehört. Für deutsche Verhältnisse würde man sagen diese Kneipe ist gut gefüllt, aber für schottisches Niveau war das noch gar nichts. Drei Bier später war die Bude brechend Voll, eine irische Live Band betrat die kleine Bühne und der noch eben genutzte Billiard-tisch wurde kurzerhand mittels einer Holzplatte zum Tisch umfunktioniert als ein ganzer Bus weiterer Celtic-Anhänger eintraf. Zwei weitere Bier und Smalltalks später mussten wir aber los um es noch rechtzeitig nach Parkhead zum Celtic Park zu schaffen. Mein Orientierungssinn schien dabei vollkommen abhanden gekommen zu sein, und dem erstbefragten schenkte ich keinen Glauben, das Stadion konnte niemals in diese Richtung liegen, oder etwa doch? Beim Zweiten Passanten, der ebenfalls in grün-weiß gekleidet war landeten wir dann aber einen Glückstreffer. Gordon, ein Busmechaniker aus Glasgow war ebenfalls in Richtung Paradise unterwegs. Da er mit seiner Stiefschwester und deren Freund unterwegs war, war er sichtlich über Unterhaltung erfreut, wir auch. So wurde es ein lustiger Trip gen Osten, der über eine Stunde andauerte. Den geplanten Einkauf im Celtic-Super-Store mussten wir bleiben lassen, da es schon fünf Minuten vor Anpfiff war. Die versperrte Sicht erwieß sich glücklicherweise nur als Geländer um das man gut herumsehen konnte, doch leider saßen die Hoops keines Wegs unter uns wie von mir Recherchiert, sondern in der genau Gegenüberliegenden Ecke. Bei uns in der Gegend waren hauptsächlich Familien und Normalos, so kochte die Stimmung nur selten auf, dann erschallte es aber lautstark im ganzen Stadion. Die Jungs von Gegenüber schienen aber richtig Spaß zu haben, das nächste mal weiß ich wo wir buchen müssen. Das Spiel enttäuschte ebenfalls ein wenig, wenngleich dies auch zu erwarten war. Motherwell hatte nämlich sichtlich Respekt von dem großen OldFirmTeam Glasgows und wurde schier zur Schießbude der Celts. Dennoch ließen Sie in Halbzeit Eins nur ein Gegentor zu und kamen in der Zweiten noch richtig ins Spiel. Die Überheblichkeit der Kleeblätter schien sich fast noch zu rächen, so mussten sie bis zur letzten Minute kämpfen um das 1:0 sicher über die Zeit zu bringen. Zum großen Aufreger wurde eine rote Karte gegen Ende der Partie. Damit fehlt neben dem Topstürmer Gary Hooper nun nochmal ein wichtiger Mann beim Old Firm gegen die Rangers am 2.01.. Nach Abpfiff folgten wir dem großen Menschenstrom, zurück in Richtung Innenstadt. Noch kurz das Celticmerch im Hostel abgelegt, und neutral, eben nicht grün oder blau zur “Garage”, dem bekanntesten Studentenclub der Stadt aufgebrochen. Nach einer aufwendigen Durchsuchung nach Waffen gewährte man uns schließlich Einlass, und nachdem wir in den finsteren Gängen dieses alten Malocherhauses endlich die Mainstage gefunden hatten, füllte diese sich auch zusehens. So verweilten wir noch eine Weile im mit einer riesigen Tanzfläche ausgestatteten Saal, über dem wie im Parktheater zu Kempten ein Balkon schwebt, ehe wir zurück ins Hostel wankten, um wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu finden.

Tag 7

Glücklich, am Vortag gar nicht mal soviel Geld ausgegeben zu haben beschloss ich nochmals die Shoppingmalls Dundees aufzusuchen. Wieder trieb es mich in den Sportsdirekt, wo diesmal zwei T-shirts zu je 4 statt 15 £, Stutzen, sowie eine Lonsdale Regenjacke zu 8 statt 33 £ in meiner Tasche landeten.

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Gastreport: Schottland, Tag 1

von se am 26.12.2010

Der Flug

Eigentlich war Alles wie in einem guten Film, als ich – so konfus es klingen mag – am Morgen des heiligen Abends zum ehemaligen Fliegerhorst des Jagdbombergeschwaders 34 “Allgäu” auf dem Memmingerberg gefahren wurde. Es schneite seitlängs und es war düster, was auch in der Abflughalle für Schauder sorgte. Dabei war dort einfach jeder Passagier vertreten, der auch auf der Setliste großer Hollywood Absturz, Terror- oder Alienproduktionen gestanden hätte. Die Familie, das Rentnerpaar, die frisch Verlobten, der Geschäftsmann, die Japaner, der Extremsportler und natürlich zwei junge Islamisten mit Vollbart, von denen jeder Vermuten würde sie wären die Bösewichte in diesem Streifen. Jedoch nur um am Ende festzustellen, dass es doch der Geschäftsmann, der verlassene Ehemann oder gar die durchgeknallte Stuwardess war. Mit etwas verspätung war es dann soweit, das Flugzeug der Ryanair, bei dem meine langgewachsenen Beine im übrigen schnell an ihre Grenzen des Vordersitzes stießen, beschleunigte zum ersten Start meines Lebens. Zu sehen war dabei leider absolut nichts, der Flügel und sonst weiß, einfach nur weiß, was sich auch die erste Hälfte des Fluges nicht ändern sollte. Zumindest war deutlich zu spüren, dass es Bergauf geht. Doch plötzlich schlug das Gefühl in meinem Magen um und ich hatte das Gefühl wir stürzen wieder nach hinten ab. Die durch das weiß blitzelnde Sonne sollte die Minuten meiner Todesangst beenden. Vielleicht hatte mich auch der Gesang eines kleinen Mädchens beruhigt, die so ziemlich den gesamten Flug “jingle Bells” zum besten gab, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt war zu zählen. Mal in Englisch, mal in Deutsch, sie war nämlich zweisprachig, wie ungelogen jedes verdammte Kind in diesem Jet. Im Anschluss an die Verkaufsbemühungen der Flugbegleiterinnen, bei denen es unter anderem Speißen und Getränke, Handykarten oder auch Lose zu kaufen gab, öffnete ich die Jalousie und alle Ängste und Sorgen schienen über Board dieses Luftschiffes gegangen zu sein, denn “Über den Wolken, muss die Freiheit wohl Grenzenlos sein”. Auch nachdem sich diese wassergespeißten Gebilde bis auf das letzte verzogen hatten musste ich nicht mit meiner Höhenangst kämpfen. Ich empfand es irgendwie als beruhigend zu wissen, im Falle eines Absturzes würde ich immer noch genügend Zeit haben mir eine letzte Ziggarette anzustecken, was ja beim Fall von einem Rießenrad nicht unbedingt der Fall ist. Ob es dann überhaupt noch ein Fall ist, wenn es beim Fall nicht der Fall ist, konnte ich bisher leider nicht klären. Aber kommen wir auf den Boden der Tatsachen zurück, wir waren sanft bei strahlendem Sonnenschein in Edinburgh gelandet. Ich hatte also Glück, die Bombe des Rentnerpaares muss eine Fehlzündung gehabt haben.

Edinburgh

Meine ausgezeichneten englischkenntnisse aus dem Bankwesen wiesen mir schnell den Weg zum nächsten Geldautomaten, darauffolgend fuhr ich für £ 3,50 mit dem Airlink 100 Bus in die Princessstreet, die Shoppingmeile der schottischen Hauptstadt, wo mich mein Bruder schon erwartete. Um mir die Akklimatisierung zu erleichtern gingen wir erstmal auf einen Glühwein zum deutschen Weihnachtsmarkt, dem einzigen seiner Sorte in Alba. Auf dem Weg zum Edinburgh castle, welches wirklich sehr beeindruckend in mitten der Stadt auf einem hohen Hügel liegt, glaubte ich wir wären in San Francisco gelandet, Hügel, Hügel und noch mehr Hügel. Nur gut, dass ich meinen Koffer zuvor zum Spotpreis von £ 7 beim örtlichen “luggage deposit” abgestellt hatte. Im Anschluss an dieses Wadeltraining genossen wir typisch britisch Fish and Chips, ein wirklich ausgezeichnetes Gericht, welches im Menü mit einer Coke für £ 3,99 auch preislich überzeugen konnte. Auch die zahlreichen Modeläden konnten da mithalten, schließlich hören jene Dinge die günstiger sind als in Deutschland nach den Klamotten auf. Und die Auswahl konnte ebenfalls glänzen, wenngleich man farbige Stücke vergebens suchte. Die Schotten mögen es abgesehn von ihren Röcken, die man an dudelsackspielenden Tourijägern in der ganzen Stadt bewundern konnte, grau in grau. Da war ich mit meiner neuen gehäkelten grün-weißen Bommelmütze ein echter Blickfang, an dieser Stelle nochmals vielen Dank an Martins Mum für die geilste Mütze ever. Kurzzeitig verirrten wir uns zudem in den Gassen, denn jeder Straßenzug sieht aus wie der andere. Aber letztendlich fanden wir die St. Andrews Busstation, ich schleppte meinen 16,5 Kilo Koffer dorthin, natürlich Bergauf, und wir fuhren mit einem Vehycle der Citylink die rocky road to Dundee. Die eventuell glatten Straßen kontten den Busfahrer dabei nicht abschrecken, jetzt merkte ich warum Bus fahren so viel gefährlicher ist wie zu fliegen. Dieser crazy guy fuhr mit 100 Km/h die kurvigen Hügel auf und ab, mitten in der Stadt. Meine geschwindigkeitsvermutung, die wohlgemerkt nicht übertrieben ist, wurde dadurch bestärkt, dass im Vergleich zu uns jedes Auto zu stehen schien. Der ganze Spaß natürlich auf der linken Fahrbahn, rechts vorbei, links vorbei, immerhin war die Straße Vierspurig.

Dundee

Froh überlebt zu haben, und natürlich aus purem Geiz heraus beschloss ich mein Leben nicht auch noch einem schottischen Taxifahrer anzuvertrauen und stattdessen die 15 Minuten zur dreier WG meines Bruders zu laufen, selbstverständlich Bergauf. Dabei trug ich meinen Koffer mal am Henkel, mal auf dem Kopf, mal mit zwei Händen, und zum Glück fielen sie nicht ab, auch wenn es sich so anfühlte. Ich durfte eines der freien Zimmer beziehen, da die Mitbewohner meines Bruders über Weihnachten nach Hause geflogen sind. Hier auch vielen Dank an dieser Stelle, sofern ich nicht mein ganzes Geld vertrinke spende ich dafür natürlich etwas in eure nicht vorhandene Haushaltskasse. Live kommt die Wohnung auch deutlich besser rüber als auf den Fotos, die ich zuvor gesehen hatte, und auch der mit reichlich Bier angefütterte Kühlschrank schlug bei mir voll ein. So stießen wir erstmal mit einem echt schottischen Tennents auf den reibungslosen Ablauf an. Dieses Bier kann man echt gut trinken, gerne auch mehr, denn es hat nur 4 % Alkohol. Damit liegt es aber im Vergleich mit anderen hier erwerblichen Bieren schon im oberen Bereich. Nach einer echten schottischen Tiefkühlpizza ging es dann los in richtung Pub, bzw. ist das Loyds eine Art Mischung aus Pub, Bar und Club. Schon auf dem Weg dorthin schwankten total Betrunkene beim rauchen vor diversen anderen Pubs, und auch im Loyds schien jeder einfach nur total Voll zu sein. Es war ja auch schon recht spät im britischen Nachtleben, nämlich 22 Uhr. Meine erste Bierbestellung floppte allerdings ein bisschen, der Barmann hat mich nämlich nicht verstanden und ich seine Rückfragen im Lärmpegel auch nicht. Letztendlich hat es dann aber doch noch geklappt, nur peinlicherweise hätte ich fast vergessen zu bezahlen. War aber halb so wild, vermutlich dachte er ich bin halt genauso Dicht wie alle anderen, was ich leider nicht war. Zwei Tennents später gingen wir dann auch weiter zu den Clubs. Da aber alle Studenten über Weihnachten Heimgeflogen sind, schienen nirgends Menschen anzustehen. Letztendlich bildete sich dann aber doch eine Schlange vor dem “FatSam’s”, für das wir uns dann auch entschieden haben. Im harten Dundeen Dialekt verstand ich an der Kasse £ 9,50, zu meiner erleichterung hatte der Kassier aber £ 3,50 gesagt. Den im inneren Verlegten Teppich fand ich zunächst echt gemütlich, die Tatsache, dass man seine Füße schier gewaltsam von diesem klebrigen Untergrund befreien muss veränderte dann aber meine Anschauung.  Nun stellte sich mir aber die Frage, wie kann ich es schaffen auf den Pegel der anderen zu kommen?  Das Bier mit 3,5 % viel zu low, mit Longdrinks kannten wir uns nicht aus. Wodka-RedBull wussten wir, aber das trinke ich ja seit Wildpoldsried sehr ungern. Nachdem ich einen ungekühlten £ 3,50 Jägermeister geleert hatte fand ich dann aber ein passendes Gesöff. Magners mit 4,5 %, ein Bier so dachte ich. Doch was war das, der Barkeeper punchte mein köstliches Nass mit Eiswürfeln. Voller entsetzen beschloss ich es zu trinken, bevor die Würfel schmelzen und bemerkte dabei, es war gar kein Bier, sondern ein Cyder. Schmeckt haargenau wie Apfelschorle, geiles Zeug. Warum das gezapfte kühle ohne Eiswürfel mit £ 3,50 für das Pint allerdings £ 0,70 günstiger war als das ungekühlte aus der Flasche wusste ich nicht. 3 Cyder später ging ich auf die Dachterasse um eine zu rauchen, wo ich meine erste schottische Schlägerei mitansah. Der Ablauf ist ähnlich wie bei uns, erst geschrei, dann halten die jeweiligen Freunde die Kontrahenten zurück, bis sie schließlich durchbrechen und sich gegenseitig umlegen. Also nicht im Sinne von ermorden, sondern auf den Boden und da etwas rumfighten. Die fast komplett Schwarze Türstehercrew rückte an und beendete das Theater. Ich geh also wieder in Richtung Treppe und plötzlich will mich der einzige weiße Türsteher rausschmeißen. Ich wusste gar nicht was der will, ich fragte ob der Club schließt oder was auch immer. Dass er mich austrinken lies verwunderte mich zudem. Dabei nutzte ich die Gunst der Sekunde als er sich wegdrehte und verschwand wieder in Richtung Tanzfläche. Dort wurde mir dann schon klar, dass er mir, dem Ausländer die Schlägerei anhängen wollte. Ansonsten sind die Schotten aber überaus freundliche Leute, da entschuldigt sich fast jeder für einfach alles. Als der Club dann tatsächlich schloss, konnte sogar noch erfolgreich mein erstes Geschäft abwickeln, als ich 2 Ziggaretten für £ 2 verkaufte. Entzwischen war ich auch ziemlich Hacke, so lies die Qualität meines Englisch wieder nach, die ja bei leichter Trunkenheit steigt. Aber wir unterhielten uns kurz über Fußball, er fragte was für ein Fan ich bin, Bayern Munic natürlich, denn er war Ultra von Dundee United und zeigte mir seine Ellenlange Tätoowierung die tatsächlich auf der Elle lag und seine Aussage eindrucksvoll bestätigte. Als ich sagte wir müssen bis zum Baxter Park, welcher etwa 20 Minuten entfernt lag, meinte er es wäre doch viel zu weit und zu kalt, wir sollen ein Taxi nehmen. Kalt war es wirklich, schon paar Grädchen Minus, aber ich sagte ich bin a bayerischer Buar aus den Bergen, bei uns laufen die Leute Barfuß im Schnee. Schlussendlich fanden wir gut den Weg ins Bett. (derzeitiger Umrechnungskurs: £ 1 = ca. 1,18 €)

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Die erste Woche an der Uni

von florian am 26.09.2010

EDIT: Ich habe ein paar Fotos von Dundee hochgeladen!

Und schon wieder ist eine Woche vorbei, ging echt rasant. Und auch mein letzter Blogeintrag liegt bereits über 7 Tage zurück, es wird also Zeit für was neues. Dieses mal möchte ich euch ein wenig über die erste Woche an der Universität berichten.

Zunächst einmal muss gesagt werden, dass die Module(Fächer) genau wie in Deutschland aus einer Vorlesung(Lecture) und einem praktischem Teil(Practical) bestehen. Ich belege in diesem Semester vier Module, das bedeutet ich habe vier Lecture’s und dazu jeweils ein Practical. Die Vorlesungen sind hier ein wenig kürzer und dauern nur eine Stunde, dafür nimmt der praktische Teil mit 2-3 Stunden ein wenig mehr Zeit in Anspruch.

Insgesamt besitzt der Stundenplan dementsprechend viele freie Stellen, was aber in einem Informatik-Studiengang nicht untypisch ist, das war bereits in Deutschland ähnlich. Es wird erwartet, dass man viel selbstständig arbeitet und so ist eben auch der Stundenplan ausgelegt.

Zum Inhalt der Module kann ich bisher noch nicht soviel sagen. Natürlich haben wir einen groben Überblick über die Themen bekommen, die wir in diesem Semester behandeln werden, aber wie weit diese vertieft werden kann ich nicht vorhersagen. Viele Dinge habe ich sicherlich bereits in Kempten gehört, viele Dinge werde ich hier zum ersten mal hören :)

Den Vorlesungen zu folgen stellte kein Problem dar, denn schließlich sprechen die Professoren ja unsere Sprache(Informatisch!). Natürlich gibt es hin und da wieder Sätze mit denen man nichts anfangen kann, aber das ist – denk ich – ganz normal. Englischen Lectures zu folgen erfordert ein wenig mehr Konzentration als deutschen, da diese aber nur eine Stunde gehen, ist das auch kein Problem.

Die zweite Woche kann also kommen :)

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Endlich zu Hause

von florian am 17.09.2010

Dieser Titel klingt verwirrend? Er ist nicht eindeutig? Das mag sein, jedoch beschreibt er den Inhalt dieses Posts sehr gut. Nach langer, anstrengender und schon fast aussichtsloser Suche konnten wir gestern in unsere eigene Wohnung einziehen. Doch wie konnte es dazu kommen, wie konnten wir in einer Stadt, in welcher die Wohnungen weg gehen wie warme Semmel, eine passende für uns finden? Lest weiter..

Wie bereits im letzten Post erwähnt, hatten wir beschlossen, uns nicht weiterhin auf Wohnungen mit 3 Zimmern zu beschränken, sondern stattdessen alle möglichen Größen ins Auge zu fassen, um die Chance auf einen Platz zu erhöhen. Als sich einer von uns eine Wohnung anschaute, die als 1-Zimmer-Wohnung ausgeschrieben war, hat sich heraus gestellt, dass es sich dabei um eine 3-Zimmer-Wohnung handelt und sogar noch alle Zimmer frei sind.

Das einzige Problem bestand darin, dass natürlich nur er die Wohnung gesehen hatte. Also beschlossen wir einen neuen Termin auszumachen, um die Wohnung nochmal gemeinsam zu begutachten. Dieser Termin sollte am nächsten Tag sein, jedoch bekamen wir an diesem Tag noch einen Anruf, in welchem ein Termin für eine sehr gut aussehende 2er-Wohnung abgesagt wurde. Und da dies nicht die erste Terminabsage war und wir keine weitere Absagen wollten, warteten wir nicht länger und sicherten uns noch an diesem Tag die Wohnung.

Das sichern lief folgermaßen ab:
- wir mussten 300 Pfund auf das Konto der Letting Agency einzahlen(Deposit)
- Der Makler nahm unsere Daten auf(Perso und confirmation letter reichte)
- Er schickte uns eine Mail mit allen wichtigen Informationen

Die Wohnung kostet kalt 600 Pfund/Monat. Da wir keine Sicherheiten in UK haben, mussten wir zwei volle Monatsmieten im Voraus bezahlen. Eine dieser Vorauszahlungen wird für die Miete im letzten Monat verwendet und die andere für evlt Reparaturarbeiten einbehalten. Sollten bei unserem Auszug keine Mängel vorliegen, bekommen wir dieses Geld natürlich zurück. Von den 1200 Pfund wurde der bereits bezahlte Deposit allerdings abgezogen. Für den Makler mussten wir natürlich auch noch ein wenig bezahlen, auch dieser Preis war in Ordnung(141 Pfund). Man muss allgemein sagen, dass wir uns über diese Konditionen nicht beschweren können :)

Eingezogen sind wir gestern(Donnerstag). Wir mussten alle den Mietvertrag unterschreiben, nachweisen, dass wir die Vorauszahlungen bereits bezahlt haben und die Wohnung war unsere. Bisher ist sie natürlich noch ein wenig leer, aber wenn sich das geändert hat, haben wir eine echt tolle Wohnung zu nem super Preis :)

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Wohnungssuche in Dundee

von florian am 11.09.2010

Wer zu Studienbeginn eine Wohnung in Dundee sucht, der hat es nicht gerade einfach. Diese Erfahrung mussten wir leider machen. Viele neue Studenten sind auf der Suche und wollen natürlich alle eine Wohnung, die möglichst nah an der Uni liegt. Wenn man dann noch eine Wohnung für 3 Leute sucht, scheint dies ein aussichtloses Unterfangen zu sein. Aber vielleicht fangen wir von vorne an.

Bereits in Deutschland hatten wir online nach Wohnungen in Dundee gesucht und einen Termin für eine Besichtigung ausgemacht. Dieser Termin war einen Tag nach unserer Anreise, also am Dienstag. Leider teilte man uns kurz davor per E-Mail mit, dass diese Wohnung bereits vermietet sei und die Besichtigung fand dementsprechend nicht statt. Daraufhin rief mein Kollege bei dieser Letting Agency an und vereinbarte einen weiteren Termin für eine andere Wohnung am darauffolgenden Tag.

Soweit, sogut. Wir begeben uns also zu der Wohnung und warten dort auf den Makler. 5min, 10min, 15min, niemand erscheint. Nach etwa 20 min rufen wir in der Agentur an und erfahren, dass die Wohnung nicht mehr zu haben ist. Fucking retarded. Uns blieb also nichts anderes übrig als nach weiteren Letting Agencys zu suchen und dort nach freien Wohnungen zu fragen. Wir waren in etwa 6 und konnten gerade noch eine Agentur finden, welche eine Wohnung frei hatte.

Wir besichtigten diese Wohnung am nächsten Tag und waren uns einig, dass das nicht unser zu Hause für die nächsten Monate werden sollte. Zum einen war die Wohnung aufgrund von einigen Renovierungsarbeiten erst nach 2 Wochen bezugsfertig und zum anderen war es mehr ein dunkles Loch als eine Wohnung.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass wir ein wenig blauäugig an die Sache heran gegangen sind. Wir hätten uns nicht auf eine Agentur verlassen sollen, denn dadurch waren wir verlassen. Wir hätten mehrere Termine direkt von Deutschland arrangieren sollen und vielleicht auch ein paar Tage früher anreisen, um dem Ansturm auf die Wohnungen zuvor zu kommen.

Desweiteren hätten wir uns nicht auf eine Wohnung für 3 Leute beschränken sollen, sondern hätten direkt offener für kleinere Wohnungen und WG’s sein sollen und uns zur Sicherheit noch für das Studentenwohnheim bewerben sollen. Aber wie sagt man so schön, hinterher is man immer schlauer.

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Der erste Tag in Schottland

von florian am 07.09.2010

Ich weiß gar nich so recht, wo ich bei einem so gefüllten Tag anfangen soll. Am Morgen oder am Abend? Also Abends war ich einfach nur froh mich in ein Bett legen zu können, das könnt ihr mir glauben.

Und Morgens? Nunja, da musste ich natürlich erst noch fertig packen, ehe es zum Flughafen ging. Auch ein kurzer Besuch auf der Bank stand noch an, um zu klären, wie das mit Überweisungen auf schottische Konten aussieht. Dann ging es zum Flughafen, zu welchem mich mein Dad und mein Bruder brachte.

Da es mein erster Flug war, war ich natürlich ein wenig aufgeregt, allerdings hielt sich das ganze doch in Grenzen. Der Flug ist nicht weiter erwähnenswert, wobei doch, eins gabs da. Wir hatten wirklich richtig sexy Stewardessen, die eine 1A Live-Performance boten, als sie die Rettungshinweise gaben. Leider waren diese Stewardessen männlich, man kann eben nicht alles haben :)

Losgeflogen sind wir bei bestem Wetter am Memminger Flughafen, angekommen leider nicht bei gleich gutem Wetter. Hier war es sehr windig und bewölkt, allerdings hat es nicht geregnet. Am Flughafen haben wir mehr oder weniger schnell den Stand mit dem ‘Meet and Greet’ Service gefunden. Dort gab als zur Stärkung gleich einmal eine Flasche Wasser und einen kleinen Butterkeks-Snack, welcher sich ‘Walker’ nennt. Zusätzlich gab es noch eine UK-Sim-Karte, mit welcher man recht billig ins Ausland telefonieren kann.

Dort brachte man uns auch zu einem Bus, der uns schließlich von Edinburgh nach Dundee brachte. Diese Fahrt dauerte etwa 1:30h und endete direkt vor der University. Hier musste wir noch kurz unsere Ankunft mitteilen, und sie darüber informieren, wo wir denn die Nacht verbringen. Sie wollen damit wohl sicherstellen, dass niemand die Nacht auf der Straße verbringt.

Man muss wirklich sagen, dass die Hilfsbereitschaft hier sehr hoch zu sein scheint. Überall waren genug Studenten anwesend, die einem direkt halfen. So begleitete uns auch einer der Studenten zu unserem Hostel, damit wir den Weg nicht auf eigene Faust suchen mussten.

Auch der Hostel-Betreiber war richtig cool drauf und wie, bzw eher gesagt in was, das Hostel gebaut ist, das ist sehenswert. Die Rezeption befindet sich zwischen Häusern und ist genau genommen draußen. Dadurch, dass aber alles außenrum zugebaut ist, könnte man dies auch als innen bezeichnen. Das ist schwer zu erklären, aber ich denke, ihr könnt ihr das ungefähr vorstellen.

Wir haben uns in ein 4er-Zimmer eingebucht, und da wir zu dritt waren, befand sich noch eine Fremde Person im Zimmer. Diese kam aus England und wird an der anderen Uni in Dundee studieren. Das Zimmer war in Ordnung, natürlich kein Luxus, aber sowas darf man für 12 Pfund die Nacht auch nicht erwarten. Und wie gesagt der allgemein Aufbau des Hostels echt cool.

Abends gingen wir noch in einen Pub, den man vielleicht als eine Art Gastro-Pub beschreiben kann. Wir haben das Menu “Beer and Burger” gegessen, welches aus einem Burger, Chips sowie einem Beer bestand. Das Bier schmeckte mir persönlich echt gut, nicht ganz so bitter wie bei uns zuhause, dafür ein wenig malziger. Das ganze kostete 3.99 Pfund, ein Preis, bei dem man sich nicht beschweren kann.

Allgemein hat dieser Pub eine sehr angenehme Atmosphäre, man fühlt sich ein wenig so, als wäre man zuhause in seinem Wohnzimmer und nicht wie in einer Kneipe. Hier gibt es auch kostenloses Wi-Fi, von welchem ich gerade online bin.

Das solls soweit gewesen sein, ich hatte eigentlich vor die Texte recht kurz zu halten, ist mir zum Auftakt ja schonmal beinahe gelungen .. :)

Kommentare (1)

da ist das ding

von florian am 05.09.2010

Meine eigene Seite ist nun online und ich darf euch herzlich begrüßen :) Die Url hatte ich bereits länger, jedoch fand ich nie die Zeit etwas für mich zu bauen.

Ich wusste ausserdem nie so recht, welchen Inhalt ich bereitstellen sollte. Da meine Auslandssemester bald beginnen, habe ich mir gedacht, ich könnte hier einen kleinen Blog aufmachen, in welchem ich aktuelle Dinge schreibe. Diese können dann meine Family zuhause – sowie Freunde – lesen und sind informiert.

Zunächst war alles auf dieser Seite selbst programmiert, jedoch habe ich mich heute entschlossen sie doch als WordPress laufen zu lassen, und versucht möglichst viel übernehmen zu können. Das Problem war nicht nur, dass ich hierfür nur noch einen Tag Zeit hatte, sondern auch, dass ich noch nie mit WordPress gearbeitet habe. Entschuldigt es also bitte, falls kleine Bugs auftreten sollten :)

Das wars erstmal, falls es neues gibt, werd ich hier schreiben.

Viele Grüße
Florian

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